Vorteile einer KfW-geförderten Luft-Luft-Wärmepumpe in Kombination mit einer Warmwasserwärmepumpe und Photovoltaik

Inhalt

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe, die von der KfW gefördert wird, bietet zahlreiche Vorteile, insbesondere in Kombination mit einer Warmwasserwärmepumpe und einer Photovoltaikanlage.

Diese Kombination ist energieeffizient, umweltfreundlich und besonders geeignet für die Sanierung von Altbauten. Ein entscheidender Vorteil ist der Kostenvorteil gegenüber anderen Wärmepumpen, insbesondere durch den Wegfall aufwendiger Sanierungsmaßnahmen und die Platzersparnis durch den Wegfall von Heizkörpern.

Im Folgenden werden die Vorteile detailliert beschrieben, basierend auf dem aktuellen Stand der KfW-Förderung (Stand Juli 2025).

Effizientes Heizen und Kühlen mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe

Luft-Luft-Wärmepumpen nutzen Umgebungsluft, um Räume zu heizen oder zu kühlen, und sind besonders effizient, da sie keine wasserbasierten Heizkreisläufe wie Heizkörper oder Fußbodenheizungen benötigen.

Dies macht sie ideal für Altbauten, wo die Nachrüstung solcher Systeme aufwendig und kostspielig ist. Die Luft wird direkt auf die gewünschte Temperatur gebracht, was eine schnelle und flexible Temperaturregelung ermöglicht.

Moderne Geräte erreichen eine hohe Energieeffizienz mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3, oft bis zu 5, was zu deutlich niedrigeren Betriebskosten im Vergleich zu fossilen Heizsystemen wie Öl- oder Gasheizungen führt.

Im Sommer sorgt die Kühlfunktion für angenehme Raumtemperaturen, was den Wohnkomfort an heißen Tagen steigert. Zusätzlich entfeuchtet die Anlage die Raumluft, was Schimmelbildung vorbeugt und ein gesünderes Raumklima schafft.

Die integrierte Filterfunktion reinigt die Luft von Staub, Pollen und anderen Partikeln, was besonders für Allergiker vorteilhaft ist.

Kostenvorteil gegenüber anderen Wärmepumpen und geringere Installationskosten

Im Vergleich zu anderen Wärmepumpen, wie Luft-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpen, sind die Investitionskosten für Luft-Luft-Wärmepumpen deutlich niedriger.

Gegenüber Luft-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen, die durch Erdbohrungen oder Flächenkollektoren deutlich teurer sind (25.000–50.000 €), liegen die Kosten für eine Luft-Luft-Wärmepumpe typischerweise bei 10.000–20.000 € für ein Einfamilienhaus, abhängig von der Anzahl der Innengeräte (Single- oder Multisplit-Systeme).

Ein entscheidender Kostenvorteil ergibt sich aus dem Wegfall aufwendiger Sanierungsmaßnahmen. Anders als bei wasserbasierten Systemen, die eine Fußbodenheizung oder Heizkörperumbauten erfordern, benötigt die Luft-Luft-Wärmepumpe lediglich ein Außengerät und ein oder mehrere kompakte Innengeräte.

Außengerät der Luft-Luft-Wärmepumpe
Außengerät der Luft-Luft-Wärmepumpe

Dies eliminiert die Notwendigkeit für umfangreiche Baumaßnahmen wie das Aufstemmen von Böden oder Wänden, was in Altbauten oft Kosten von ab 10.000–20.000 € verursacht. Zudem entfallen die Kosten für die Modernisierung oder den Austausch von Heizkörpern, die bei anderen Wärmepumpen oft notwendig sind, um die niedrigeren Vorlauftemperaturen effizient zu nutzen.

Platzgewinn durch Wegfall von Heizkörpern

Ein weiterer Vorteil bei der Sanierung von Altbauten ist der Platzgewinn.

Luft-Luft-Wärmepumpen machen Heizkörper überflüssig, da die Wärme direkt über die Luft verteilt wird. Dies ermöglicht eine flexiblere Raumgestaltung, da Wandflächen, die bisher von Heizkörpern belegt waren, frei werden.

Besonders in kleineren Räumen oder Altbauten mit begrenztem Platzangebot erhöht dies die Wohnqualität und eröffnet neue Möglichkeiten für die Möblierung oder Nutzung der Räume.

Innengerät der Luft-Luft-Wärmepumpe (Klimaanlage)
Innengerät der Luft-Luft-Wärmepumpe – zum Kühlen, Heizen, Entfeuchten und Lüften

Die kompakten Innengeräte der Luft-Luft-Wärmepumpe (oft als Wand- oder Deckenmodule) sind platzsparend und unauffällig, was den ästhetischen Wert der Räume steigert.

Attraktive KfW-Förderung für maximale Kostenersparnis

Die KfW fördert den Einbau von Luft-Luft-Wärmepumpen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit Zuschüssen von bis zu 70 % der Investitionskosten (in der Regel sind 30-50% realistisch).

Voraussetzung ist, dass die Anlage primär zum Heizen genutzt wird, mindestens 65 % des Heizbedarfs abdeckt und eine hohe Energieeffizienz (z. B. Effizienzklasse A++ oder A+++, ηs ≥ 181 % für Geräte bis 12 kW Heizleistung) erreicht.

Zusätzliche Boni, wie der 5 %-Effizienzbonus für Geräte mit natürlichen Kältemitteln (z. B. Propan) oder der Einkommensbonus für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen unter 40.000 €, können die Förderung weiter erhöhen. Die maximale förderfähige Investitionssumme beträgt 30.000 € für die erste Wohneinheit, was einen Zuschuss von bis zu 21.000 € ermöglicht.

Die Antragstellung erfolgt vor Baubeginn über das KfW-Portal „Meine KfW“, und ein Energieberater ist für die „Bestätigung zum Antrag“ (BzA) erforderlich. Sowohl für Privat und Gewerblich gibt es Fördermöglichkeiten. Hierzu arbeiten wir eng mit einem Energieberater zusammen, der die für Sie passenden Fördermöglichkeiten beantragt.

Kombination mit einer Warmwasser-Wärmepumpe

Die Kombination mit einer Warmwasser-Wärmepumpe ergänzt das System optimal. Während die Luft-Luft-Wärmepumpe für Raumheizung und -kühlung zuständig ist, übernimmt die Warmwasserwärmepumpe die effiziente Warmwasserbereitung.

Warmwasserwärmepumpe im Keller
Warmwasserwärmepumpe

Im Vergleich zu Durchlauferhitzern, die einen hohen Stromverbrauch haben und oft teuren Netzstrom benötigen, arbeitet die Warmwasser-Wärmepumpe mit etwa einem Drittel der elektrischen Energie, da sie Umweltwärme nutzt. Dies führt zu erheblichen Kosteneinsparungen und einer Reduktion des CO₂-Ausstoßes.

Synergie mit Photovoltaik: Nachhaltigkeit und Autarkie

Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage maximiert die Effizienz und Nachhaltigkeit. Beide Wärmepumpen benötigen Strom, der durch eine eigene Photovoltaikanlage CO₂-neutral erzeugt werden kann.

Dies senkt die Betriebskosten erheblich, da selbst erzeugter Solarstrom günstiger ist als Netzstrom. In Altbauten, wo der Strombedarf durch die Wärmepumpen steigt, erhöht eine Photovoltaikanlage den Autarkiegrad und schützt vor steigenden Energiekosten.

Die KfW fördert zudem den Einsatz von Photovoltaikanlagen in Kombination mit Wärmepumpen, etwa durch Kredite für Effizienzhaus-Standards oder zusätzliche Boni.

Zusätzliche Vorteile: Umweltfreundlichkeit und gesteigerter Immobilienwert

Luft-Luft- und Warmwasserwärmepumpen reduzieren den CO₂-Ausstoß erheblich, da sie auf erneuerbare Umweltwärme setzen und mit natürlichen Kältemitteln betrieben werden können.

Dies trägt zur Erreichung der Klimaschutzziele bei und verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, deren Preise durch CO₂-Abgaben steigen.

Luft Luft Wärmepumpe Außengeräte Einfamilienhaus
Außengeräte der Luft-Luft-Wärmepumpe an einem Einfamilienhaus

Der Einbau moderner, geförderter Wärmepumpen steigert zudem den Immobilienwert, da energieeffiziente Gebäude auf dem Markt immer gefragter sind.

Fazit

Eine KfW-geförderte Luft-Luft-Wärmepumpe in Kombination mit einer Warmwasserwärmepumpe und einer Photovoltaikanlage bietet zahlreiche Vorteile:

  • effizientes Heizen und Kühlen,
  • Luftentfeuchtung,
  • verbesserte Raumluftqualität,
  • geringere Installationskosten
  • und hohe Eignung für Altbausanierungen.

Der Kostenvorteil gegenüber anderen Wärmepumpen entsteht durch niedrigere Anschaffungskosten und den Wegfall aufwendiger Sanierungsmaßnahmen wie Fußbodenheizung oder Heizkörperumbauten.

Truhengerät: bläst z.B. warme Luft über den Fußboden und erwärmt damit den Boden besser

Der Platzgewinn durch den Wegfall von Heizkörpern erhöht die Wohnqualität und Flexibilität in der Raumgestaltung. Die KfW-Förderung von bis zu 70 % macht die Investition finanziell attraktiv, während die Photovoltaikanlage die Betriebskosten senkt und die Nachhaltigkeit erhöht.

Im Vergleich zu Durchlauferhitzern ist die Warmwasserwärmepumpe deutlich effizienter und umweltfreundlicher. Diese Kombination ist eine zukunftssichere Lösung für mehr Komfort, geringere Energiekosten und einen Beitrag zum Klimaschutz.

Hinweis: Für detaillierte Informationen zur Antragstellung und Förderkonditionen besuchen Sie das KfW-Portal (www.kfw.de) (www.kfw.de) oder lassen Sie sich von einem Energieberater beraten.

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